Qualifizierung zur zusätzlichen Betreuungskraft gem. Betreuungskräfte-RL vom 23.11.2016

Fortbildung zur zusätzlichen Betreuungskraft in stationären Einrichtungen

Qualifikation auf Grundlage der Betreuungskräfte-Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes.

Seit 2017 haben alle Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen Anspruch auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung. Somit spielen qualifizierte zusätzliche Betreuungskräfte eine wichtige Rolle im Bereich der Altenpflege.

In enger Kooperation mit dem Pflegepersonal unterstützen zusätzliche Betreuungskräfte im Alltag des Bewohners, z. B. bei Spaziergängen, Gesellschaftsspielen u. a. Aufgeschlossenheit, Empathie und Wertschätzung gegenüber anderen Menschen sind dabei die wichtigsten Eigenschaften.

Die Durchführung erfolgt nach der Betreuungskräfte-RL des GKV-Spitzenverbandes – Richtlinien nach § 53c SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften vom 19. August 2008 in der Fassung vom 23. November 2016.

Veranstaltungsort

Schulungsstätte Aue, Schneeberger Straße 13

Inhalt

Aufgaben einer zusätzlichen Betreuungskraft Auszug):          

  • Betreuung und Aktivierung von zu betreuenden Bewohnern
  • Motivation der zu betreuenden Bewohner, z. B. malen, kochen, singen, spielen, spazieren u. v. m.
  • Organisation und Durchführung von Gruppen-Aktivitäten
  • Gesprächspartner für die Ängste und Sorgen der zu betreuenden Bewohner

 Basiskurs 100 Stunden
Grundkenntnisse der Kommunikation und Interaktion unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an die Kommunikation und den Umgang mit Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen.

Grundkenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen sowie somatische Erkrankungen wie z. B. Diabetes und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation (Hilfen bei der Nahrungsaufnahme, Umgang mit Inkontinenz, Schmerzen und Wunden usw.) sowie der Hygieneanforderungen im Zusammenhang mit Betreuungstätigkeiten zur Beurteilung der wechselseitigen Abhängigkeiten von Pflege und Betreuung.

Erste-Hilfe-Kurs, Verhalten beim Auftreten eines Notfalls

Betreuungspraktikum in einer stationären Pflegeeinrichtung (zwei Wochen) in begleitender Form

Aufbaukurs 60 Stunden

Vertiefen der Kenntnisse, Methoden und Techniken über das Verhalten, die Kommunikation und die Umgangsformen mit betreuungsbedürftigen Menschen

Rechtskunde (Kenntnis dieser Richtlinien, Grundkenntnisse des Haftungsrechts, Betreuungsrechts, der Schweigepflicht und des Datenschutzes und zur Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen

Hauswirtschaft und Ernährungslehre mit besonderer Beachtung von Diäten und Nahrungsmittelunverträglichkeit

Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen und/oder mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen

Kommunikation und Zusammenarbeit mit den an der Pflege Beteiligten, z. B. Pflegekräften, Angehörigen und ehrenamtlich Engagierten

Durchführungsbedingungen

Der Umfang beträgt 160 Unterrichtseinheiten zzgl. eines Betreuungspraktikums im Umfang von 2 Wochen. Nach erfolgreichem Abschluss erhält der/die Teilnehmer*in ein Zertifikat, in dem Inhalte der Fortbildung nachgewiesen werden.

Mindestteilnehmerzahl 10 Personen.

Es gelten die AGB sowie Teilnahme- und Zahlungsbedingungen der LEB im Freistaat Sachsen e. V.

Verbindlicher Lehrgangsbeginn bei Erreich der Mindestteilnehmerzahl. Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Stand: 11/2018

Umfang und Dauer

Theoretische Ausbildung (Basis- und Aufbaukurs)

06.05.2019 / 13.05.2019 / 20.05.2019 / 27.05.2019 / 03.06.2019 / 17.06.2019 / 24.06.2019 / 01.07.2019 /

19.08.2019 / 26.08.2019 / 02.09.2019 / 09.09.2019 / 16.09.2019 / 23.09.2019 / 30.09.2019 / 07.10.2019 /

28.10.2019 / 04.11.2019 / 11.11.2019 / 18.11.2019   jeweils von 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Zzgl. Absolvierung des 2-wöchigen Betreuungspraktikums im Zeitraum vom 01.09.2019 bis 15.11.2019. Ein Nachweis muss erbracht werden, das dazugehörige Formblatt wird durch die LEB zu Verfügung gestellt.

Gemäß Betreuungskräfte-RL des GKV-Spitzenverbandes gilt für das Betreuungspraktikum Folgendes:

Das Praktikum erfolgt in einer vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung unter Anleitung und Begleitung einer in der Pflege und Betreuung erfahrenen Pflegefachkraft, um praktische Erfahrungen in der

Betreuung von Menschen, insbesondere von Menschen mit kognitiven oder psychischen Einschränkungen, zu sammeln. Ist in einer stationären Pflegeeinrichtung eine Pflegefachkraft mit einer gerontopsychiatrischen

Zusatzausbildung beschäftigt, soll dieser nach Möglichkeit die Anleitung und die Begleitung während des Praktikums übertragen werden. Das Praktikum muss nicht in einem Block absolviert werden, sondern kann zur

besseren Vereinbarkeit mit beruflichen und familiären Pflichten auch aufgeteilt werden.

Zielgruppe

Arbeitnehmer*innen aus Pflegeeinrichtungen - berufsbegleitende Durchführung

Teilnahmegebühr

825,00 € / pro Teilnehmer*-in

Teilnahmevoraussetzungen
  1. Nachweis über ein 40-stündiges Orientierungspraktikum. Das dazugehörige Formblatt wird durch die LEB zu Verfügung gestellt.
  2. Persönliche Eigenschaften: Aufgeschlossenheit und positive Haltung gegenüber zu betreuenden Menschen, Empathie und Einfühlungsvermögen, Kommunikationsstärke, eigene Stabilität und innere Stärke, Beobachtungsgabe sowie Wertschätzung gegenüber anderen Menschen, Flexibilität und Zuverlässigkeit
Unverbindliche Anfrage senden
Weitere Informationen: Regionalbüro Erzgebirge

Standorte & Kontakt

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